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"Tinnitus-Nackenstützkissen von Thomsen"

Wenn das Ohr mehr hört, als es soll

Technische Neuentwicklungen in der Tinnitusbehandlung

Nach einer epidemiologischen Studie sind ca. 8-10 Mio. Deutsche bzw. europaweit über 41 Mio. Menschen von Ohrgeräuschen ohne äußere Schallquelle, dem sogenannten Tinnitus, gepeinigt. Über 1,5 Mio. Menschen kommen jährlich neu hinzu.

Mehr als 60 % der Betroffenen haben ein Tinnitusgeräusch, das deutlich über 6 kHz liegt.

Als mögliche Ursache kennt die Medizin derzeit etwa 150 verschiedene Krankheitsbilder.

Obwohl Tinnitus bereits seit der Antike bekannt ist stand die Medizin dem chronischen Leiden bislang machtlos gegenüber.

Bleibt der akut aufgetretene Tinnitus unbehandelt oder entzieht sich dem Therapieerfolg, dann können Ohrgeräusche chronisch werden. Für die Betroffenen bedeutet das eine hohe Belastung, für viele sogar eine unerträgliche Qual. Sie leiden u. a. unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen.

Da eine Heilung des chronischen Tinnitus i. d. R. nicht möglich ist, zielen Therapien darauf ab, den Leistungsdruck zu mildern, in dem der Patient aufhört, "nach innen zu horchen" und seine "Ohren nach außen zu klappen".

In der Standardtherapie wird im Allgemeinen das sogenannte "weiße Rauschen" eingesetzt, das durch Tinnitus-Masker/Noiser, erzeugt wird. Diese Methode bringt jedoch eine Menge Nachteile mit sich:

  • zur Übertragung des Geräusches werden häufig Kopfhörer bzw. Lautsprecher genutzt. Dadurch ist diese Methode nur tagsüber durchführbar,denn nachts während des Schlafens stören diese Geräte.
  • die handelsüblichen Tinnitus-Masker decken lediglich Tinnitus-Frequenzen bis ca. 6,5 kHz ab, obwohl bei den meisten Tinnitus-Betroffenen eine deutlich höhere Tinnitus-Frequenz festzustellen ist.
  • Die handelsüblichen Tinnitus-Masker/Noiser geben i. d. R. nur ein einheitliches Rauschen ab, was von vielen Patienten als wenig individuell   bezeichnet wird und damit nur eine geringe Trageakzeptanz aufweist, zudem sind die Masker häufig sehr kostenintensiv
Eine neue Behandlungsmethode, die seit 1997 sehr erfolgreich ist und von Spezialisten des Tinnitus Therapie Zentrums, Osnabrück sowie mit Frequenzspezialisten und Akkustikexperten aus Deutschland gemeinsam mit der Firma BBS entwickelt und durchgeführt wird, lässt jetzt hoffen.

Die Grundidee einer anglo-amerikanischen Forschungsstudie, die in Osnabrück modifiziert wurde, geht davon aus, dass Tinnitus in der Regel nicht direkt behandelt werden kann, weil seine genauen Ursachen bis heute nicht bekannt sind. Also muss von dieser Plage abgelenkt werden, unserem Bewusstsein bzw. unserem Hörzentrum im limbischen System des Gehirns beigebracht werden, das quälende Geräusch nicht mehr wahrzunehmen. Dieses bezweckt die TRT = Tinnitus Retraining Therapie (Studien liegen vor).

Im Rahmen eines evaluierten Forschungsprojektes wurde eine Software mit individuellen, neuartigen und wirkungsvollen Tinnitus-Gegengeräuschen mit höchster Klangqualität entwickelt, die einerseits Tinnitus-Frequenzen bis zu 18 kHz erreichen und zudem über ein Nackenkissen mit zwei Mini-Lautsprechern die Tinnitus-Gegengeräusche bzw. Retrainingsgeräusche (sog. Petino-Soundsystem) auch während des Schlafes über die Knochen- und Schalleitung an das Ohr des betroffenen Patienten über einen CD-Player (mp3-Format) abgegeben werden. Dadurch ergibt sich ein hoch effizienter Habituationseffekt (Lerneffekt). Diese Methode ist zudem äußerst kostengünstig (PZN 0696243, Art. Nr. 2525).

Um die Akzeptanz dieser Geräusche möglichst hoch anzusetzen (der Therapieerfolg wird wesentlich von der persönlichen Akzeptanz des Therapiegeräusches bestimmt), gibt es vier verschiedene Rauschvarianten (Tropic-Rain, Pacific, Niagara, Falling Water) in drei unterschiedlichen Frequenzbereichen ( < 6 kHz, < 12 kHz, < 18 kHz). Die Petino-Gegengeräusche beginnen mit einer ca. 37-minütigen Entspannungs-Musik. Nach der Entspannungsphase wird dann das Petino-Gegengeräusch über einen Zeitraum von ca. 8 Std. an das Ohr des Patienten abgegeben.

Therapieerfolge

  • durch den "Stimulus" in Form eines digitalen Tiefpassrauschens wird der quälende Tinnitus langsam bis zur Wahrnehmung reduziert. Das Ohr wird wieder für Geräusche von außen sensibilisiert.
  • die Betroffenen entspannen und lernen einerseits wieder zu schlafen und andererseits verlernen sie sozusagen ihren Tinnitus im Schlaf.

    Die Frage nach der Therapiedauer können wir natürlich nicht im voraus beantworten. So kann es sein, dass bereits nach kurzer Zeit eine Veränderung Ihrer Wahrnehmung des Tinnitus eintritt, bei anderen wiederum kann es länger (bis zu mehreren Monaten) dauern, bis eine Veränderung wahrnehmbar wird. Sie dürfen daher nicht verzagen, wenn Sie nicht sofort einen Erfolg empfinden. Der Tinnitus hat auch eine längere Zeit benötigt, um sich bemerkbar zu machen. Tragen Sie daher das Behandlungsgeräusch einfach weiter, gewöhnen und trainieren sie Ihr Gehirn um. Wir sind überzeugt, dass auch bei Ihnen ein Erfolg wahrnehmbar wird.

  • Um den Idealfall zu erreichen, soll das Gegengeräusch in Verbindung mit anderen Therapiemaßnahmen (ärztl.-med. Diagnostik / psychologische Diagnostik u. Betreuung / Körper- u. Bewegungstherapie) angewandt werden.
  • Wählen Sie Ihre individuelle Entspannungs- und Therapie CD aus unserer CD-Bibliothek:
    • Entspannung + Tropic Rain
      < 6 kHz, <12 kHz o d e r <18 kHz
    • Entspannung + Pacific
      <6 kHz, <12 kHz o d e r<18 kHz
    • Entspannung + Niagara
      <6 kHz, <12 kHz o d e r<18 kHz
    • Entspannung + Falling Water
      <6 kHz,<12 kHz o d e r<18kHz

Gebrauchsanleitung

Ziel der Tinnitus-Therapie ist es, das im Gehirn manifestierte quälende Geräusch bis hin zur Nichtwahrnehmung zurück zu trainieren. Damit richtet sich die Wirkung der Retraining-Therapie nicht auf die Tinnitus-Ursache, sondern auf dessen Wahrnehmung und Verarbeitung.
Der Aufmerksamkeitsgrad, den die Patienten dem Tinnitus schenken, soll während der Therapie stufenweise reduziert werden und ihr Bewusstsein soll langfristig aufhören, vom Tinnitus Notiz zu nehmen.

Tragen während der Nacht

Tinnitus-Betroffene beklagen sehr häufig erhebliche Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Das Soundkissen in Kombination mit den individuellen Tinnitus-Gegengeräuschen Petino als Einschlafhilfe schafft über Entspannung und gezielte Habituation (Lerneffekt) wieder einen geregelten Schlaf.
Da unsere Sinne und damit zugleich unser Gehör auch während der Nacht aktiv sind, hat sich dieses System zum Zwecke der Habituation als sehr hilfreich und effizient für die Tinnitus-Bewältigung erwiesen.

Schließen Sie den Stecker des Soundkissens an Ihren mp3-Player an (CP-Player mit mp3-Format). Die Gegengeräusche beginnen mit einer 37 minütigen Entspannungsmusik. Nach der Entspannungsphase wird dann das Gegengeräusch über einen Zeitraum von ca. 8 Stunden an das Ohr des Patienten abgegeben.

Tragen während des Tages

Falls das Gegengeräusch tagsüber getragen werden kann, sollten dies mindestens 4-6 Stunden sein, wobei Sie auch Trageeinheiten wählen können: z. B.

  • 1 x 2 Stunden und 2 x 2 Stunden = 6 Stunden oder
  • 3 x 1 Stunde und 1 x 2 Stunden = 5 Stunden usw.

Die einzelne Tagezeit sollte jedoch nicht unter 1 Stunde liegen.

Einstellung der Lautstärke

Die Lautstärke des Behandlungsgeräusches sollte von Ihnen so eingestellt werden, dass es knapp über Ihrer persönlichen Hörschwelle dargeboten wird, d. h. sehr leise zu hören ist. Das bedeutet auch, dass der Tinnitus nicht verdeckt wird, sondern leicht hörbar bleibt. Sie dürfen Ihren Tinnitus mit dem Behandlungsgeräusch nicht verdecken. Diese Anweisung ist von elementarer Bedeutung für die Therapie. Stellen Sie also das Geräusch immer etwas leiser als Ihr Tinnitus. Denn nur dann kann das Gehirn umlernen, den Tinnitus nicht mehr wahrzunehmen.

Wir wünschen Ihnen für Ihre Therapie einen guten Verlauf und viel Erfolg.

Wenn trotzdem noch Fragen offen geblieben sind oder Sie während der Therapie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an unsere Forschungsabteilung Osnabrück. ( http://www.BBS@os.surf2000.de )

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